Im Wandel der Zeit

 

Nach einem Beschluss des Deutschen Sportausschusses der DDR im März 1951 erfolgte eine Umprofilierung und Neuregelung der Sportbewegung auf der Grundlage der Industriegewerkschaften (IG). Sportvereinigungen (SV) mit neuen Namen, wie Turbine, Motor oder Stahl entstanden. Mit dieser Neuregelung wurden alle Betriebssportgemeinschaften differenziert in die einzelnen Sportvereinigungen eingegliedert. Unsere damalige Betriebssportgemeinschaft wurde als Verkehrsbetrieb in der Sportvereinigung "Lokomotive" erfasst. Sportgemeinschaften, deren Betriebe dem Verkehrs- und Transport-, dem Luft- und Schifffahrtswesen sowie der Deutschen Reichsbahn angehörten, kamen hinzu. Andere kommunale Betriebe bildeten eigene Sportgemeinschaften. Damit war für unseren Verein ein Sinken der Mitgliederzahlen verbunden, denn ganze Sektionen wurden neuen Sportgemeinschaften zugeordnet:

  • Rat der Stadt - Einheit Mitte
  • Brotunion und Brauerei - Empor West
  • Schlachthof- Empor Nord
  • Gas- und Eltwerk - Turbine.

 

manschaftIn der damaligen BSG Lokomotive Chemnitz West trieben künftig die Sportler des VEB Kraftverkehrskombinat, EB Kfz-Instandhaltung, Elan VEB Taxi, VEB Deutsche Spedition, VEB Stadtwirtschaft VEB Straßenwesen und des privaten Kfz-Handwerks organisierten Vereinssport. Die neuen Sektionen Eis- und Rollkunstlauf und Tischtennis machten in den Jahren 1951 bis 1957 durch ihre hervorragenden Ergebnisse von sich Reden und trugen zum Bekanntheitsgrad der BSG Lokomotive über die Grenzen der Stadt hinaus bei.

 

Kraftsport einstAuch andere Sektionen, wie z. B. Billard, Kegeln und kämpften um den Aufstieg in höhere Spielklassen. Sie verfehlten ihr Ziel oftmals nur knapp. Der Massensport oder auch Volkssport hatte seine Anfänge in den 50iger Jahren und hat von seiner Wichtigkeit bis heute nichts eingebüßt. Dadurch gewannen wir immer mehr Menschen für den regelmäßigen Sport.